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Alpe Andlis Brongen

Alpe Andlis Brongen
6863 Egg
+43 664 408 56 34

Das Alpleben bietet ein tolles Wir-Gefühl

Leonhard und Anna Sutterlüty aus Großdorf lieben im Sommer das Alpleben. Für ihre beiden Kinder ist es optimal, sind sie überzeugt. Sie schätzen das Wir-Gefühl und den Zusammenhalt.

Es ist ein nasskalter Tag auf der Alpe Andlis Brongen im Egger Gemeindegebiet und das Thermometer zeigt, obwohl es eigentlich Hochsommer ist, gerade mal 14 Grad an. An Tagen wie diesen muss das Ehepaar Leonhard und Anna Sutterlüty durchaus heizen, damit es in der gemütlich eingerichteten Hütte nicht zu kalt wird. „Normalerweise müssen wir das vielleicht im Mai, wenn die Alpsaison beginnt“, erklärt Anna die doch etwas ungewöhnlichen Witterungsverhältnisse, die in diesem Jahr (2021) herrschen. „Die Temperaturunterschiede können schon extrem sein.“ Das Stückholz für den Ofen stammt dabei aus dem eigenen Wald. Die Rolle von Anna ist vielfältig. Sie steht ihrem Mann zur Seite, wo immer es geht, kocht, wäscht und ist vor allem Mutter von Chiara und Tobias. Die beiden Wonneproppen halten sie ganz schön auf Trab. Für die junge Familie ist das Alpleben dennoch etwas Besonderes. „Wir sind hier oben unabhängig, können die ganze Zeit miteinander verbringen und für die ,Goga' ist es ideal.“ Die Kleinen können sich überall frei bewegen und selbst viel erkunden. „Sie bekommen viel mit, lernen die Abläufe kennen und gehen auch schon mal in den Stall mit.“

Ländle Alpschweine lieben Molke

Besonders Chiara ist sehr aufgeweckt. Sie liebt das Alpleben regelrecht. „Chiara kennt fast alle Namen der Kühe“, sagt Papa Leo mit einem gewissen Stolz. Insgesamt 34 Milchkühe und zehn Kälber sind es, die zu betreuen sind. Dazu kommen 22 Ländle Alpschweine, die – vom Ferkelalter bis zur Schlachtung im Spätsommer oder Herbst – ihr Leben auf der Alpe verbringen. Sie haben eigene mit viel Stroh ausgestattete Boxen, können stehen, liegen und sich bewegen und haben dazu freien Auslauf. „Jeden Tag sind sie mindestens eine Stunde draußen. Nur Regen mögen sie nicht so gerne“, erklärt Leo. Seit 2015 sind die Sutterlütys nun beim Ländle Alpschwein Programm dabei, obwohl das für sie mit einigem Mehraufwand verbunden ist. „Wenn man es richtig macht, ist es schon mehr Arbeit. Es ist jedoch eine gute Sache für alle“, ist der 31-jährige Nebenerwerbslandwirt, der im Winter in einer Schlosserei arbeitet, überzeugt. Den Ländle Alpschweinen wird ein artgerechtes Dasein geboten, sie bekommen gesundes, gentechnikfreies Futter und dazu noch die Molke, die beim Sennen entsteht. Die Tiere lieben die nahrhafte Flüssigkeit und können kaum genug davon bekommen. Die Alpschweine mit Ländle Gütesiegel sind nach dem 3G-Herkunftsprinzip zertifiziert. Nein – nicht getestet, geimpft oder genesen, sondern gehalten, gefüttert und geschlachtet in Vorarlberg. Letzteres geschieht bei den Metzgereien Natter in Bersbuch und Kaspar Eberle in Egg sowie im Schlachthof Dornbirn. So werden auch die Transportwege für die Schweine kurz gehalten.

Bis zu sechs Tonnen Alpkäse pro Saison

Für Leonhard Sutterlütty beginnt der Tag bereits um fünf Uhr früh. Melken, Stallarbeit und die Käseherstellung stehen in den Morgenstunden auf dem Programm. Feierabend ist gegen 21 Uhr. Zwischen 55.000 und 60.000 Liter Milch werden in der Alpsaison verarbeitet. Das ergibt rund 5,5 bis 6 Tonnen Käse. Der Großteil davon wird an die Firma Rupp geliefert. Gästebewirtung gibt es auf der Alpe nicht. Wenn Wanderer vorbeikommen, können sie jedoch Käse kaufen – oder sogar beim Sennen zuschauen. Im August stehen Leo zwei Pfister zur Seite. Und dann gibt es noch Anna, eine Ferialkraft aus Deutschland. Die Mechatronikstudentin aus dem Raum Stuttgart hat sich entschieden, für einen Sommer auf die Alp zu gehen. Auch sie kümmert sich um die Schweine. „Es ist schön, ihnen zuzugucken, wenn man sie rauslässt. Sie springen dann richtig herum.“ Anna packt an, wo es gerade notwendig ist. Beim Gespräch mit „luag“ ist sie gerade damit beschäftigt, Holz zu sortieren. Sie ist die dritte Frau in sieben Alpsaisonen, seitdem Leonhard Sutterlütty als Pächter fungiert. „Generell bewerben sich mehr Frauen als Männer für den Alpjob“, hat er festgestellt. Um dann schmunzelnd hinzuzufügen: „Im letzten Jahr hatten wir einen Mann, der zuvor nicht einmal eine Kuh gesehen hat. Aber er hat sich überraschenderweise ganz gut angestellt.“

Auf der Alp mit den Kindern

Leo hat als Kind das Alpleben auf dem Vorsäß genossen – vor sieben Jahren bot sich dann die Gelegenheit die Alpe Andlis Brongen zu pachten. Gelernt hat er Schlosser, aber auch die Landwirtschaftsschule besucht. Ist nicht Alpsaison, ist das Ehepaar in Egg-Großdorf wohnhaft. Hat sich das Alpleben, seit der Nachwuchs da ist, für die beiden geändert? „Man weiß nicht, wie sich der Tag mit den Kindern entwickelt. Das war vorher anders“, spricht die Mama, die ihr Mutterglück täglich genießt. Wenn am Abend die Kühe und Schweine versorgt sind und alle Arbeit erledigt ist, sitzen alle in der Stube zusammen und lassen den Tag Revue passieren. Ein tolles Wir-Gefühl. Abseits jeglicher TV-Unterhaltung. Einen Fernseher gibt es nicht. Dafür viele Bilderbücher, in denen die Kinder immer wieder gerne blättern. Und einen Spielzeugtraktor, der es dem kleinen Tobias besonders angetan hat. Vielleicht schlüpft er ja eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters.

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Mitte Mai bis September

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