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Bitschnau Esther und Andreas
BärgLand

BIO

Panoramastraße 29
6781 Bartholomäberg
+43 680 55 00 337

Wo viele Pfade zu einem besonderen Weg verlaufen

Ehepaar Andreas und Esther Bitschnau entschieden sich 2008 auf eine natürliche Berglandwirtschaft zu setzen. Unter der Marke BärgLand züchten sie in Bartholomäberg Ländle Alprinder. Das Biofleisch der Tiere ist begehrt.

Bartholomäberg gilt als die Wiege des Montafons und auch als Sonnenbalkon jenes Tales, das sich hinauf bis auf die Bieler Höhe erstreckt. Wer die Website des Tourismusverbandes aufruft, erfährt unter anderem, dass in Bartholomäberg auf vielen Pfaden ein besonderer Weg verläuft. Im gewissen Sinne hat dies auch für Andreas und Esther Bitschnau seine Gültigkeit. Die beiden betreiben eine Berglandwirtschaft, in der das Ländle Alprind im Mittelpunkt steht. Dass die beiden aus dem Bergland dabei ein BärgLand kreiert haben, hat ebenso einen speziellen Grund. „Mein Mann kommt vom Bärg, wie die Montafoner Bartholomäberg auch nennen und ich aus Schruns. Also vom Land, wie man hier zur Talsohle sagt“, klärt Esther Bitschnau auf. Eine Verbindung, die das Paar zu einer Marke gemacht hat, die für herausragendes Biofleisch steht.

Wie ein roter Faden

Der Pfad der natürlichen Berglandwirtschaft zieht sich wie ein roter Faden durch, seit das Paar den Hof im Jahr 2008 übernommen hat. Für den ehemaligen LKW-Fahrer und der gelernten Kindergarten-Pädagogin war von Anfang an klar, dass sie auf ihr ganz eigenes Konzept setzen und sie ihren Betrieb hauptberuflich führen möchten. Stets mit dem Ziel verbunden, ihre Tiere als Geschöpfe zu betrachten und ihnen ein würdevolles Leben in einem natürlichen Lebensraum zu bieten. Für einen klassischen Bergbauernbetrieb, der auf 1.100 Meter Höhe liegt, bedeutet dies, dass das Alpleben für Tier und Mensch eine Selbstverständlichkeit ist. So ist auch die Alpe Allmein, wo die Kühe, Kälber und Rinder den Sommer verbringen, fußläufig erreichbar. „Wir liegen in der Zone vier, das als extremstes Gebiet gilt. Das bringt viele Herausforderungen mit sich, weil es viele Steilhänge zu bewirtschaften gilt, ebenso aber auch Magerwiesen.“
Letztere sind besonders nährstoffarm und bringen daher wenig Ertrag, dafür zeichnen sie sich durch ihren großen Artenreichtum aus. Eine wichtige Rolle nehmen dabei ihre Rinder ein. Die Wiederkäuer tragen ihren Teil zur natürlichen Bewirtschaftung bei. Die Bitschnaus setzten vor allem auf Pustertaler Sprinzen – eine geländegängige robuste Rasse, die gute Mutterkuheigenschaften mitbringt. Die Kälber dürfen bei ihren Müttern bleiben und werden nicht voneinander getrennt. Neben dem sozialen Kontakt und der leckeren Milch der Mutter gibt es für die Kleinen noch duftendes Heu aus eigener Produktion und ein gemütliches Bett im Stroh. Und am wohlsten fühlen sie sich in der Herde. Die Kühe tragen allesamt Hörner. Sie sind für die Tiere wie Sinnesorgane, die bis in den Verdauungstrakt Einflüsse haben. „Je länger das Horn, desto länger dauert der Verdauungsvorgang“, ergänzt Andreas Bitschnau.

Nur eigene Tiere

Die Bitschnaus halten ausschließlich Tiere, die am eigenen Hof geboren wurden. Dort bleiben sie auch, bis sie geschlachtet werden. „Wir verkaufen sie nicht lebendig, weil wir bis zum Schluss bei ihnen sein wollen“, erklärt Esther Bitschnau die Philosophie. Der letzte Gang ist freilich kein einfacher und durchaus auch emotional. Deshalb werden die Termine mit der Metzgerei Salzgeber, die die Schlachtung übernimmt, direkt abgesprochen. „Wir wollen nicht, dass das Tier warten muss. Es soll keinerlei Stress verspüren“, sagt Andreas, der bis zum Schluss dabei ist. Erst nach 28 Tagen wird das Fleisch verarbeitet, nachdem es zuvor vier Wochen lang im hofeigenen Kühlraum langsam herangereift ist. Zur Reifung wird die von einem Vorarlberger Unternehmen entwickelte Methode angewendet. Hierbei wird das Fleisch in Reifeboxen, mit Mineralwasser bedeckt, eingelegt. Es bleibt dadurch weich, feucht und verliert auch weniger von seinem Volumen. Prinzipiell wird das ganze Tier verarbeitet und über Fleischpakete direkt vermarktet. Anders als im industriellen Bereich gibt es bei BärgLand keine standardisierte Ware. „Es geht uns aber nicht darum, ein Luxussegment abzudecken, sondern gesundes Fleisch zu erzeugen, dass für alle leistbar ist.“ Verpackt wird jeweils für einen Zwei-Personen-Haushalt. Um in den Genuss der Ware zu kommen, muss jedoch frühzeitig vorbestellt werden. Dabei ist durchaus mit Wartezeiten zu rechnen, denn die Produkte sind begehrt. Für die Bitschnaus ist die Selbstvermarktung zum Selbstläufer geworden. „Es steckt aber auch eine große Kundenpflege dahinter. Um ein solches System zu etablieren, muss alles passen“, sprechen die beiden von jeder Menge Aufbauarbeit, die sie geleistet haben. Im Schnitt sind es 24 bis 30 Haushalte pro Monat, die beliefert werden. Zugestellt wird mittels Kühlbox direkt bis vor die Tür.

Herzensprojekt Schule am Bauernhof

Freilich ist es auch das authentische Leben und der ehrliche Auftritt, die das Label BärgLand prägen. Die Familie, zu der die beiden Töchter Valentina und Raphaela gehören, gibt ihre Philosophie einer gesunden und nachhaltigen Landwirtschaft gerne weiter. Beispielsweise beim Projekt „Schule am Bauernhof“, wo vor allem Esther als gelernte Kindergartenpädagogin sehr engagiert ist. Den Kleinen die Landwirtschaft und das Leben am Bauernhof näherzubringen, ist ihr eine Herzensangelegenheit. „Ich will ihnen dabei ein realistisches Bild vermitteln, binde sie auch aktiv ein.“ Und so freut sie sich besonders, wenn so manche sie auch noch Jahre danach darauf ansprechen. In Bartholomäberg verläuft auf vielen Pfaden eben doch noch ein besonderer Weg.

Produkte

Produkte mit Ländle Gütesiegel
Ländle Alprind (Bio-Fleischpakete 5kg und 10kg)
Weitere Produkte
Bio-Kalbfleisch (Mischpakete 5kg und 10kg)
Bio-Jungrind (Mischpakete 5kg und 10kg)
Wurstwaren (Hauswurst, Kaminwurzen, Dauerwurst, Mostbröckle)

Verkauf

Direktvermarktung ab Hof

Produkte auf Anfrage erhältlich
Kontakt über Email, Telefon, Website
Fleischpakete sind zwischen Oktober und April je nach Schlachtung erhältlich

Akzeptiert Ländle Gutscheine

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